5 Gründe, Design Sprints zu zweit zu moderieren

In dem 2016 veröffentlichten Buch „Sprint“ erläutern Autoren Jake Knapp und John Zeratsky den von ihnen entworfenen Sprint-Prozess, der Unternehmen aller Größen hilft, schnell eine Idee zu testen oder eine Möglichkeit zu ergreifen. Laut Sprint-Erfindern besteht ein Design Sprint-Team aus vier bis sieben Teilnehmern sowie einem Entscheider und einem Design Sprint Moderator. Grundsätzlich sehen Design Sprints bei Sprintbetter auch gar nicht viel anders aus – mit einer wichtigen Ausnahme: Wir moderieren immer mit zwei Design Sprint Moderatoren!

Hier sind 5 Gründe, warum zwei Design Sprint Moderatoren ein deutlich besseres Sprint-Erlebnis und -Ergebnis erzielen:

 

1. Grund: Flow

Einer der Hauptfaktoren, der Design Sprints so effizient und erfolgreich macht, ist die Art und Weise, wie die Teilnehmer innerhalb der Sprint-Woche zusammenarbeiten. Jede Methode baut aufeinander auf, und der Zeitdruck, der dadurch entsteht, dass jede Session eine festgesetzte Dauer hat, erfordert konzentriertes Arbeiten.

Da wir zwei Design Sprint Moderatoren sind, gelingt es uns, das Team besser und schneller in einen produktiven Arbeitsflow zu versetzen: Während ein Moderator die aktuelle Session moderiert, kann der zweite bereits den nächsten Schritt vorbereiten, erarbeitete Ergebnisse dokumentieren oder sich anfallenden organisatorischen Aufgaben widmen. Dadurch gelingt uns ein fließender Übergang zwischen den einzelnen Sessions, der es dem Team erleichtert, den Flow und das hohe Energielevel aufrechtzuerhalten.

Ein Beispiel für Design Sprint Methoden Wochenziel auf Tagesziele runtergebrochen

2. Grund: Individualisierte Sprints 

Jedes Unternehmen ist anders, jedes Sprint-Team steht unterschiedlichen Herausforderungen gegenüber, und jeder Sprint entwickelt seine eigenen Besonderheiten. Daher ist es unser Anspruch, den Sprint-Prozess individuell an die Bedürfnisse unserer Kunden anzupassen, um so den größtmöglichen Mehrwert zu bieten.

Da wir zu zweit moderieren, können wir viel besser auf unvorhersehbare Situationen, die in jedem Sprint entstehen können, reagieren. Für uns ist die Regel „Change the Plan“ zu einer der wichtigsten Sprint-Regeln geworden, da es oft ist es nicht sinnvoll, stur einer Agenda zu folgen.

Als alleiniger Design Sprint Moderator ist es jedoch sehr schwer, in besonderen Situationen schnell genug zu reagieren und die Richtung zu ändern. Bei zwei Moderatoren kann allerdings einer weiter moderieren und so den Flow halten, während der andere die „Ausnahmesituation“ direkt adressiert (bspw. in einem Vier-Augen-Gespräch mit dem Entscheider).

Ein Beispiel für Design Sprint Methoden Wochenziel auf Tagesziele runtergebrochen

3. Grund: Gruppenarbeit

Beim Einsatz von zwei Design Sprint Moderatoren ist ein weiterer Vorteil, das Team in Gruppen aufteilen zu können, um unterschiedliche Inhalte effektiv zu bearbeiten. Ein einziger Moderator kann natürlich auch zwischen den Gruppen hin- und herwechseln, gerät dadurch aber leicht in Gefahr eine oder beide Gruppen zu „verlieren“. Zwei Design Sprint Moderatoren können sich jeweils beiden Gruppen intensiv widmen und diese so viel besser steuern. Besonders an den Tagen des Sprint-Prozesses, an denen Ideen ausgearbeitet werden sollen, teilen wir das Team gerne in zwei Gruppen auf, um so mehr Output zu bekommen: Eine Gruppe baut beispielsweise Screens für eine App oder Website, während die andere ein Pitch-Deck erstellt, mit dem das Projekt im Anschluss unternehmensintern vorangetrieben werden kann.

Anleitung, wie man Design Sprint Methoden "Wie können wir"-Fragen aus einem Problem umformt

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Grund 4: Sparringspartner

Als Design Sprint Moderatoren zählt zu einer unserer wichtigsten Aufgaben, stets zu hinterfragen, wie wir dem Team am besten weiterhelfen können. Welche Methode sollten wir als nächstes nutzen? Sollten wir dem Team mehr Raum für bestimmte Diskussionen geben oder eher Druck aufbauen, um schneller zu handfesten Ergebnissen zu kommen?

Als Moderatoren-Duo kann man die Bedürfnisse des Teams viel besser einschätzen, indem man sich gemeinsam bespricht und die nächsten Schritte plant – wir tun das in jeder Sprint-Pause und jeden Abend beim gemeinsamen Abendessen. Mithilfe dieses Reflexions- und Sparringsprozesses können wir bessere Strategien entwickeln als ein Moderator, der komplett auf sich alleine gestellt ist.

Ein Beispiel für Design Sprint Methoden - Design Review

5. Grund: Inhaltliche Beratung

Bei Sprintbetter bringen alle Teammitglieder bereits viele Jahre Erfahrung im Coaching und in der Durchführung von Digital- oder Innovationsprojekten in unterschiedlichsten Unternehmen und Branchen mit. Diese Erfahrungen lassen wir gerne in unsere Sprints einfließen: Ein Moderator kann temporär von der Moderationsrolle in die Teilnehmerrolle schlüpfen und inhaltlich mitarbeiten, während der andere Moderator weiter moderiert und die Teilnehmer durch den Prozess führt.

Bei Sprints mit nur einem Design Sprint Moderator ist dieser Rollenwechsel nicht zu empfehlen, da die Kontrolle über die Gruppe schnell entgleiten kann, sobald man anfängt, inhaltlichen Input zu geben.

Deswegen zwei Design Sprint Moderatoren

Die genannten Gründe beziehen sich auf unsere persönlichen Erfahrungen als Moderatoren zahlreicher Design Sprints. Auch wir haben selbstverständlich schon alleine moderiert, jedoch bieten wir unsere Leistung mittlerweile nur noch im Doppelpack an. Auch wenn dies mit etwas höheren Kosten verbunden ist, wird sowohl das Sprint-Erlebnis als auch die Qualität der Arbeitsergebnisse als so viel besser empfunden, dass es sich für unsere Kunden lohnt.