Die Top 5 Remote Warmup-Spiele für Workshops & Meetings

Die Top 5 Remote Warmup-Spiele für Workshops & Meetings

Unsere top 5 Remote Warm Ups für Remote Workshops als Übersicht

Remote Warmup Spiele und oder Energizer-Spiele sollte Teil eines jeden digitalen Workshops oder Remote Meetings sein.

In Zeiten von Home-Office und Remote-Working sind diese noch viel wichtiger, als bei „klassischen“ Präsenz-Workshops. Das permanente „zuhause sein“ drückt auf die Stimmung, der Austausch an der Kaffeemaschine fehlt und irgendwie haben alle so eine Art „Lager-Koller“. Um dem entgegen zu wirken, wollen wir hiermit ein paar „Remote Warmup Spiele“ mit Euch teilen, die wir bei Sprintbetter nutzen, um in unseren Video Workshops und Remote Sprints für gute Stimmung zu sorgen.

Viel Spass beim Ausprobieren 🙂

 

Das Remote Warmup Kennenlernspiel mit Fotos

Remote Warmup Nr. 1:

Foto-Collage Challenge – ein Remote-Kennenlernspiel

Ziel
  • Kennenlernen der Grundfunktionen von Whiteboard-Tools wie Miro oder Mural
  • Super, wenn das Team zum ersten Mal mit einem der Tools arbeitet
  • Kreativer Spaß und die Möglichkeit, etwas Persönliches mit dem Team zu teilen
Vorbereitung
  • In Miro / Mural ein Board für jeden Teilnehmer erstellen
  • Thema für Collage wählen – z.B. „Lieblings-Urlaubsort“
  • Eine Beispielcollage vom Moderator sorgt für Klarheit
  • Zwei „Klebepunkte“ pro Teilnehmer für das anschließende Voting bereithalten
Ablauf
  • Innerhalb von 7 Minuten erstellt jeder eine eigene Collage
  • Den Teilnehmern bleibt es überlassen, ob sie persönliche Bilder nutzen oder einfach über Google raussuchen
  • Collage mit Text, Post-Its und ähnlichem ergänzen
  • 1 Min. Zeit pro Teilnehmer, um das eigene Board vorzustellen
  • Kurze Dot-Voting Runde, um die schönste Collage zu ermitteln

 

Remote Warm Ups mit GIFS machen richtig Spaß

Remote Warmup Nr. 2:

GIF Battle – das Remote Warmup mit Spaßfaktor

Ziel
  • Hauptsächlich Spaß 🙂
  • Kreativität fördern
  • Drag & Drop Funktion in Miro / Mural ausprobieren
Vorbereitung
  • In Miro / Mural ein Board erstellen und für jeden Teilnehmer einen eigenen Bereich mit Namen markieren
  • Drei bis vier Phrasen ausdenken, wie  z.B. „ Fail fast, fail often“ oder „That‘s startup life!“
  • Bereich anlegen, wo Phrase gut sichtbar für alle ist
  • Klebepunkte für Voting bereithalten
  • Beispiel GIF raussuchen
Ablauf
  • Die Teilnehmer auffordern in einem anderen Browser-Tab giphy.com aufzurufen
  • Eine Phrase pro Runde anzeigen
  • Die Teilnehmer haben 3 Minuten Zeit, um ein passendes GIF zu der Phrase zu suchen und in ihren Bereich in Miro zu kopieren
  • Anschauen der GIFs, gemeinsam Lachen & schnelles Dotvoting
  • Am Ende der Runden Punkte zusammenzählen & Sieger küren

 

Das Remote Warm Up Spiel "Fitness Kreis" ist zum wach werden

Remote Warmup Nr. 3:

Fitness Kreis – das Remote Warmup zum wach werden

Ziel
  • Im Home-Office sitzen alle naturgemäß deutlich mehr als im „normalen“ Alltag
  • Ziel ist es daher für Bewegung zu sorgen & Verspannungen zu lockern
  • Mittags-Tief vermeiden oder Energie-Level hochbringen
Vorbereitung
  • Hier ist fast keine Vorbereitung nötig
  • Einen Timer auf dem Smartphone oder einer Webseite sollte man bereithalten
  • Moderator denkt sich eine Fitness Übung aus, z.B. „Schulterkreisen“, „Hampelmann“, Kniebeuge“, etc.)
Ablauf
  • Im Tool Eurer Wahl (Skype, Zoom, etc.) aktivieren möglichst alle Teilnehmer ihre Kamera
  • Timer auf 30 Sekunden stellen
  • Moderator macht die erste Übung vor und alle machen mit
  • Danach geht es reihum – jeder stellt eine beliebige Übung vor, die jeweils zusammen durchgeführt wird

 

Das Remote Warm_Up ist ein Wettbewerb um andere Seiten der Teilmehmer kennenzulernen.

Remote Warmup Nr. 4:

Emoji Song Quiz – ein kleiner Wettbewerb zum Kennenlernen

Ziel
  • Gemeinsamer Rate-Spaß
  • Teilnehmer zeigen eine andere Seite von sich
  • Testen der Rock & Pop Kenntnisse der Teilnehmer 🙂
Vorbereitung
  • Im Vorfeld über Google ein Emoji Quiz raussuchen (gibt es zu unterschiedlichsten Themen – „Songtitel“, „Filme“, usw.)
  • 10 bis 20 Emoji-Grafiken in Mural , Miro oder GDoc einfügen und gut ersichtlich nummerieren
  • Als Moderator sollte man logischerweise auch die Lösungen parat haben 🙂
Ablauf
  • Innerhalb von 3 Minuten hat jeder Teilnehmer die Aufgabe, möglichst viele Songs anhand der Emojis zu erraten
  • Die Songs werden mit der richtigen Nummerierung in eine E-Mail geschrieben und nach Ablauf der Zeit gleichzeitig an den Moderator gesendet
  • Die Auswertung dauert ein paar Minuten – daher am besten die Spannung hochhalten und die Siegerehrung auf eine spätere Pause verschieben 🙂

 

Das Remote Warm Up hilft dabei digitale Whiteboard Tools kennenzulernen

Remote Warmup Nr. 5:

GIF Memory – gut um online Whiteboard Tools spielerisch kennenzulernen

Ziel
  • Hauptsächlich Spaß 🙂
  • Das Online Whiteboard-Tool kennenlernen
  • Schnelles Gedächtnis-Training
Vorbereitung
  • Eigentlich wie beim klassischen Memory – nur eben im Online-Tool eurer Wahl (Mural, Miro oder auch in GDocs)
  • 10 bis 15 GIFs (oder statische) Bilder zu einem Thema raussuchen und duplizieren
  • Wild auf dem Board verteilen und jeweils  mit einem Post-It überdecken
  • Alle Teilnehmer-Namen auflisten
Ablauf
  • Der Ablauf ist exakt wie beim klassischen Memory
  • Die vorher aufgeschriebenen Namen helfen, die richtige Reihenfolge zu beachten
  • Wer zwei identische Karten aufdeckt, legt diese auf die Seite zum eigenen Namen und zieht erneut
  • Dies geschieht solange, bis alle Karten aufgedeckt wurden und der Gewinner feststeht

 

Probiert die Warmups mal aus – eine Menge Spass ist damit garantiert 🙂
Falls ihr einmal ein Warm-Up für klassische analoge Workshops sucht, besucht unsere Top 5 Warm-Ups für Design Sprints“

Wir sind auch immer auf der Suche nach neuen Warmups. & Energizern!
Welche (Remote-) Spiele nutzt ihr so? Schreibt uns gerne eine Mail.

Die Design Sprint Definition –  in wirklich einfachen Worten erklärt

Die Design Sprint Definition – in wirklich einfachen Worten erklärt

Was ist ein Design Sprint? Hier geht es zur Erklärung in einfachen Worten. Die Design Sprint Definition soll dir helfen die Methode zu verstehen und gut anzuwenden.

Die Design Sprint Definition hilft dir dabei Sprints zu verstehen und zu erklären.

Welches Problem löst ein Design Sprint?

Wer ein neues Produkt launchen will, der sieht sich oft mit Schwierigkeiten konfrontiert. Die Idee besteht zwar schon, aber in vielen Unternehmen erschweren Parallelprojekte, fehlende Zeit und Akzeptanz bei den Kollegen oder auch komplizierte interne Prozesse die Einführung des neuen Produkts, weshalb es oft nur bei der Idee bleibt. Hier können Design Sprints helfen. Was das ist, wie man es den Kollegen erklären kann und wie das ganze abläuft, das erklären wir euch in dieser Design Sprint Definition:

Woher kommt der Begriff Design Sprint?

Zur Design Sprint Definition gehört die Begriffsklärung: „Design Sprint“. Der Begriff selbst stammt von einem Team rund um Jake Knapp, das bei Google Ventures ein Konzept entwickelt hat, mit dem Teams ihre Ideen visualisieren und testen können. In einem Design Sprint setzt sich das Team für eine Woche zusammen und arbeitet konzentrerit und ohne Ablenkungen an einem neuen Produkt. Das fällt vielen Unternehmen gar nicht so leicht, weshalb sich viele eine Agentur suchen, die diesen Unternehmen mit ihrer Expertise unter die Arme greifen.

Die Bestandteile eines Design Sprints in einfacher Worten erklärt

Design Sprints gehen per Definition immer eine Woche

Design Sprints gehen per Definition eine Woche

Ein Sprint beginnt immer montags und geht, wie oben schon geschrieben, genau fünf Tage. Kürzer sollten Design Sprints nicht sein, länger aber auch nicht, weil dann die Gefahr steigt, den Fokus zu verlieren. Durch die eine Woche passt er in jeden Kalender, quasi so wie ein Urlaub, und kann auch durch eine:n Chef:in genommen werden. Kurz: Eine Woche ist ideal, um viel zu schaffen.

 

 

Design Sprints sind Teamarbeit

Design Sprints Erklärung: sie passieren immer in Teams

Aufgrund der kurzen Zeit ist es bei einem Design Sprint wichtig, dass viele unterschiedliche Ideen gesammelt und ausgiebig diskutiert werden. Und wie geschieht das? Ganz einfach: Durch ein diverses Team. Das Team wird produktiver, weil es fünf Tage lang Zeit hat, sich kennenzulernen. Die Zusammenarbeit ist also deutlich informeller als zum Beispiel in wöchentlichen Abstimmungscalls. Design Sprints sollte man daher nicht als ein überlanges Meeting ansehen.

Man sollte auch nicht nur die Lieblings-Kollegen aus der gleichen Abteilung zur Sprint-Woche einladen, sondern sich ebenso in anderen Abteilungen umschauen, da dort ebenfalls relevante Wissenträger sitzen, deren Meinung und Erfahrung wertvoll sein kann.

 

 

Ein ehrgeiziges Ziel und 100% Fokus

Design Sprint haben ehrgeizige Ziele

Das Team setzt sich in der einen Woche ein ehrgeiziges Ziel. Oft geht es um Ideen, die etwas mit Websiten oder Apps zu tun haben. Manchmal geht es auch um etwas ganz anderes. Dementsprechend wichtig ist es, die Woche gut zu nutzen und Ablenkungen zu minimieren. Am besten ist es daher, eine Abwesenheitsnotiz für das E-Mail-Fach zu erstellen, sich aus Terminen auszutragen und Meetings zu verschieben, denn alle Beteiligten werden sich in dieser Woche ausschließlich auf den Sprint konzentrieren. Eine Woche voller Fokus schafft mehr als viele Wochen halber Fokus.

 

 

Hier werden neue Ideen entwickelt

Design Sprints erschaffen Prototypen aus Ideen

In Sprints geht es immer um die Entwicklung neuer Ideen. Das können neue Funktionen für Apps oder Websites sein – oder auch eine komplett neue App oder Website. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Alles darf und soll diskutiert werden.

 

 

Logisch: In Design Sprints steht das Design im Vordergrund

Design Sprints erklären sich über das Design - logisch!

Natürlich kann es bei einem Design Sprint nicht nur bei losen Ideen bleiben. Aus den Ideen muss in nur wenigen Tagen ein Prototyp entstehen, der fertig aussieht, aber noch den letzten Schliff braucht. Deshalb kommen hier oft Designer dazu und visualisieren die Wünsche des Teams.

 

 

Das Wichtigste am Design Sprint: Es wird mit Nutzern getestet

Zu guter Letzt kommt die Stunde der Wahrheit: Das Testen der Idee. Hier werden Nutzer dazu eingeladen, sich den Prototypen ganz unbefangen anzusehen und wertvolles Feedback zu geben. Wie ist die Benutzererfahrung? Hilft es ihnen weiter? Wird es als wertvoll wahrgenommen? Finden die Nutzer den Preis gerechtfertigt? Wie finden sie das Design? Oft lauern hier die größten Aha-Momente: So manch fragwürdiges Feature wird von den Testern geliebt, während Dinge, die dem Team sehr wichtig waren, von den Testern nicht verstanden werden.

Ziele des Design Sprints

Ein Design Sprint definiert sich über die folgenden Ziele

  1. Man hat schneller brauchbare Ergebnisse, wenn es darum geht, neue Ideen zu testen, und kann das Produkt so in die richtige Richtung lenken.
  2. Aus losen Ideen lässt sich in nur einer Woche ein greifbarer Prototyp entwickeln.
  3. Ein Thema lässt sich weit voranbringen, da man sich 100% auf das Projekt konzentriert. Es bleibt keine Zeit für Parallelprojekte oder störende Einflüsse.
  4. Als bunt gemischtes Team kann man eine gemeinsame Vorstellung für ein Produkt entwickeln. Alle stehen gemeinsam hinter dem Projekt, haben die gleichen Kenntnisse, die gleiche Vision. Kurz: Alle ziehen an einem Strang.

Was ein Design Sprint sonst noch so ausmachen kann:

Design Sprint Moderator

So manchem Team fehlt das Knowhow oder hat Umsetzungs- oder Organisationsschwierigkeiten. Ein (oder zwei) Moderator kann hier helfen und die Anwesenden durch den Prozess führen. Das ist oft nötig, weil die fünf Tage sehr eng getaktet sind.

Schöne Räume

Die Räumlichkeiten sind ebenfalls sehr wichtig: Schöne Workshop-Räume laden zum Denken, Planen, Diskutieren sowie Gestalten ein und steigern die Motivation. So wie du die Kunden mit deiner Idee ansprechen willst, so sollte der Meeting-Raum dich ansprechen.

Zusammenarbeit (vor Ort?)

Die Design-Sprint-Woche ist kein Zuckerschlecken, daher müssen alle Beteiligten mit Herz und Kopf dabei sein. Es sollten keine Nebenprojekte oder Meetings in dieser Woche stattfinden. Am einfachsten ist das, wenn alle Team-Mitglieder vor Ort sind. Immer mehr Teams entdecken die Möglichkeit für sich Sprints remote zu bearbeiten. Dafür sind die Tools Mural und Miro zur Zeit sehr beliebt.

 

Viele Post Ist und Notizzettel

Ein Design Sprint ohne Post-It‘s ist kein Design Sprint. Sie hängen visuell an der Wand und helfen dem Team, die Diskussion zu ordnen. Es haben aber auch schon Design Sprints mit Teilnehmern aus anderen Erdteilen stattgefunden. Die Erfahrung zeigt, dass dies ebenfalls klappen kann.

Übrigens: Wer mehr über Jake Knapp oder Design Sprints erfahren möchte, der sollte einen Blick in sein Buch „Sprint: Wie man in nur fünf Tagen neue Ideen testet und Probleme löst“ werfen, welches er zusammen mit John Zeratsky und Braden Kowitz verfasst hat. Dort erklärt er, welchen Nutzen Unternehmen aus Design-Sprint-Prozessen ziehen können, wie diese von seinem Arbeitgeber Google genutzt werden und wie man Probleme in nur fünf Tage lösen kann.

Design Sprints bei der Audi Denkwerkstatt

Design Sprints bei der Audi Denkwerkstatt

Design Sprints bei der AUDI DENKWERKSTATT - INTERVIEW MIT DR. JAN SCHÄFER

Dr. Jan Schäfer, Venture Developer beim Innovation Lab Audi Denkwerkstatt, betreut als Resident Jahr für Jahr mehrere Venture-Teams und ist an der Weiterentwicklung des Programms von Audi maßgeblich beteiligt. Im Interview mit Sprintbetter berichtet er, worum es in dem Programm genau geht und welche Rolle Design Sprints dabei einnehmen.

 

Hallo Jan, was genau steckt hinter dem Konzept der Audi Denkwerkstatt?

Die Audi Denkwerkstatt ist ein Innovation Lab, das vor 2,5 Jahren ins Leben gerufen wurde und in Berlin stationiert ist. Das Ziel ist es innerhalb eines halbjährlichen Zyklus, Geschäftsmodelle zu entwickeln, welche die Bedürfnisse urbaner Kunden befriedigen.

Jeder Mitarbeiter der AUDI AG kann Teil der Denkwerkstatt und damit Teil eines „Batches“ werden. Pro „Batch“ nehmen wir 15 Teilnehmer in die Denkwerkstatt auf. Nach einem halben Jahr kehren die Mitarbeiter dann wieder an ihre ursprüngliche Stelle zurück. Bei der Bewerbung gibt es grundsätzlich keine Alters- oder Qualifikationsgrenze – alle Mitarbeiter sind herzlich eingeladen, sich bei uns zu bewerben.

 

Was wollt ihr den Teilnehmern innerhalb des halben Jahres vermitteln?

Unsere oberste Priorität ist, Geschäftsmodelle zu entwickeln, die wirklich funktionieren. Und dabei greifen wir auf die Kompetenzen zurück, die wir bereits im Unternehmen haben. Wir haben sehr kompetente Mitarbeiter in allen Bereichen, nur leider sind viele in ihrem Tagesgeschäft eingebunden und kennen sich untereinander kaum. Uns ist wichtig, diese Talente an einem Ort zusammenzubringen und ihnen neue Wege der Zusammenarbeit zu vermitteln.

Darüber hinaus sind wir bemüht, den Teilnehmern die Methoden und das Mindset aus Agilem Arbeiten oder Design-Thinking näherzubringen. Methodenvermittlung on-the-job ist deutlich nachhaltiger als ein theoretischer Methodenworkshop. Daher binden wir in jedes Onboarding unserer Teilnehmer auch immer einen Design Sprint ein, in dem auch die Geschäftsidee entworfen wird. Außerdem werden die Teilnehmer über den gesamten Projektzeitraum von einem sehr erfahrenen Team begleitet, das verschiedenste Methoden gut verinnerlicht hat und ganz genau weiß, wann welche Methoden am besten einsetzbar sind.

 

Sprintbetter unterstützt ja die Audi Denkwerkstatt bereits von Anfang an. Warum sind Design Sprints für euch genau das richtige Format für jeden Kick-Off eurer Batches?

Ein Design Sprint ermöglicht es, wirklich innerhalb einer Woche eine Idee auf ein richtig gutes Niveau zu bringen. Das ist genau der Kick, den die Teilnehmer am Anfang brauchen. Eine Woche lang auf ein Thema fokussiert zu sein, hilft uns massiv und bietet genau die richtige Grundlage, um in den Wochen danach produktiv und kreativ arbeiten zu können.

Deswegen setzen wir den Sprint auch im Rahmen des Onboardings ein. Jedoch halten wir uns immer die Möglichkeit offen, bei Ideenänderungen oder „Neu-Fokussierung“ auch mitten im Programm noch einmal einen Design Sprint einzubauen.

Interesse an Design Sprints?

In einem 45 minütigen kostenlosen Beratungsgespräch erklären wir Dir, wie auch Du Dein Business oder Projekt mit Design Sprints auf das nächste Level bringst!

Die meisten Teilnehmer haben ja letzte Woche zum ersten Mal an einem Design Sprint teilgenommen. Wie sah das Feedback aus? 

Alle Teilnehmer waren am Ende der Woche total beeindruckt. Es fühlte sich für sie so an, als arbeiteten sie schon ewig mit den anderen Teammitgliedern zusammen. Man lernt sich eben innerhalb dieser Woche sehr gut kennen, und die Stärken und Schwächen der einzelnen Teilnehmer kristallisieren sich schnell heraus. Außerdem fanden die Teilnehmer gut, wie schnell sie in der Gruppe eine Fülle an Ideen herausarbeiten und diese dann auch noch testen konnten. Und all das innerhalb nur einer Woche!

 

Mit welchem Ergebnis haben die Teilnehmer dann die Woche abgeschlossen und wie geht es jetzt konkret bei euch weiter?

Im Team sind wir mit einer ziemlich großen Herausforderung gestartet und haben uns gefragt, wie wir das Elektromobilitätserlebnis für den Kunden auf ein ganz neues Niveau heben können. Am Ende der Woche hatten wir eine konkrete Idee davon, wie wir Kunden davon überzeugen, dass ein Elektroauto für ihren Anwendungsfall genau das richtige ist.

Bis zum Ende der Denkwerkstatt wollen wir die Idee weiter ausarbeiten und unsere im Sprint aufgestellten Hypothesen erneut validieren. Wir wollen herausfinden, ob wir den richtigen Ansatz gefunden haben und aus unserer Idee ein lebensfähiges Geschäftsmodell machen können. Am Ende des Programms möchten wir eine klare Entscheidung treffen: ob wir die Idee zurück in den Konzern schicken, um sie dort weiterzuführen.

 

Andere Unternehmen denken auch darüber nach, ein Intrapreneurship-Programm als Innovation Lab einzuführen. Was sollte man deiner Meinung nach bei der Programmentwicklung beachten?

Es macht Sinn, das Konzept regelmäßig anzupassen. So machen wir das bei Audi auch – wir verstehen nach einem halben Jahr sehr gut, welche Methoden gut funktioniert haben, und was wir vielleicht noch anpassen sollten.

Außerdem ist wichtig, dass man sehr eng mit dem Unternehmen vernetzt ist. Auch wenn unsere Teilnehmer für ein halbes Jahr das Programm durchlaufen und ihre ursprüngliche Position im Unternehmen verlassen, bleiben wir an der Basis verankert und bekommen von Unternehmensseite auch einen starken Rückhalt.

 

Was macht Sprintbetter anders als andere Dienstleister und warum arbeitet ihr innerhalb der Audi Denkwerkstatt immer wieder mit uns zusammen?

Wir haben schon mit vielen Partnern zusammengearbeitet und über die Jahre gemerkt, wie wichtig es ist, erfahrene, empathische Coaches zu haben. Besonders im Sprint ist es wichtig, genau einschätzen zu können, wann der Sprint-Plan angepasst werden muss. Und das ist das, was Sprintbetter für mich auszeichnet: Dass ihr in der Lage seid, genau zu erkennen, was das Team gerade braucht.

 

Besten Dank für das informative Gespräch und wir freuen uns schon auf den nächsten Sprint mit Euch!

Testnutzer für Interviews rekrutieren

Testnutzer für Interviews rekrutieren

Testnutzer für Interviews rekrutieren

Der wahrscheinlich wichtigste Teil von Design Sprints ist die Validierung der Prototypen mit Testnutzern am letzten Sprinttag. In den vergangenen Jahren haben wir hunderte von Personen interviewt, um herauszufinden, ob unsere Ideen und Lösungsansätze tatsächlich einen Mehrwert für den Kunden darstellen.

Probanden für Nutzerinterviews zu finden ist für unsere Kunden oft schwierig. Und das, obwohl sie bereits jahrzehntelang am Markt sind und zigtausende, wenn nicht sogar Millionen Kunden haben. Den meisten Unternehmen fehlt einfach der Kanal, über den sie direkt mit den Kunden in Kontakt treten können. Häufig wird die Kontaktaufnahme auch durch komplizierte Datenschutzregelungen erschwert.

Eigentlich ist es aber gar nicht so schwierig, geeignete Testpersonen zu finden – selbst für Nischenthemen oder ganz neue und innovative Geschäftsfelder. Mit ein wenig Kreativität klappt das ohne großen Zeitaufwand und ohne hohe Kosten.

Wir selbst haben bereits vieles ausprobiert und stellen hier die besten Tipps und Tricks vor, wie auch ihr die geeigneten Probanden für eure Nutzertests findet!

Inhalt:

WER… eignet sich für ein Interview?

Wer ist meine Zielgruppe bzw. potentieller Nutzer des Produkts?
Zu allererst sollte man sich Gedanken dazu machen, wer überhaupt als potentieller Nutzer und dementsprechend auch als Testnutzer in Frage kommt.

Variante A: Zielgruppe bereits definiert
Manchmal ist es recht klar, wie die relevante Zielgruppe aussieht – vor allem wenn es im Design Sprint darum geht, ein bestehendes Produkt zu optimieren oder zu erweitern. In diesem Fall solltet ihr versuchen, Nutzer zu rekrutieren, die das Produkt und/oder ein Konkurrenzprodukt bereits nutzen. Sofern statistische oder demografische Daten über die Nutzung des Produkts vorliegen, sollten diese bei der Rekrutierung berücksichtigt werden. Wenn ein Produkt oder Service zum Beispiel zu 80% von Frauen genutzt wird, ist das auch bei der Auswahl potentieller Testnutzer ein wichtiger Faktor, der nicht ignoriert werden sollte.

Variante B: Zielgruppe noch unklar
Oft haben unsere Design Sprints einen sehr explorativen Charakter. Dies bedeutet, dass das Sprint-Team sehr frei in einen Sprint startet und erst am Ende des ersten Sprinttages klar definiert wird, welches Problem für welche Zielgruppe gelöst werden soll. Dies ist überhaupt nicht problematisch, verkürzt einfach nur die Zeit, welche man für die Rekrutierung der Probanden zur Verfügung hat.

Erstellung von Personas
Macht euch darüber Gedanken, welche Eigenschaften, Vorlieben oder Painpoints die Personen in der Zielgruppe gemeinsam haben. Dies kann sowohl bei bestehenden als auch bei komplett neuen Produkten helfen. Gerne arbeiten wir in Sprints daher mit Persona-Templates, die gemeinsam ausgefüllt werden.

Persona Tepmplate

Das Endergebnis im gezeigten Beispiel waren mehrere Personas mit unterschiedlichem Mobilitätsverhalten. Dies stellte auch die Basis für unsere Probanden-Rekrutierung dar und wir konnten aus jeder Persona-Gruppe mehrere Testnutzer einladen.

WANN… sollte man beginnen, zu rekrutieren?

Zielgruppe bekannt:
Wenn bereits klar ist, welche Zielgruppe man interviewen möchte, könnt ihr euch bereits in der Woche vor dem Sprint um die Rekrutierung kümmern. Dies verringert den Zeitdruck und ihr könnt unterschiedliche Kanälen nutzen, um geeignete Personen zu finden.

Zielgruppe noch unbekannt
Bei explorativen Sprints, bei denen frühestens am Ende des ersten Sprinttages die Zielgruppe geklärt ist, starten wir die Rekrutierung für gewöhnlich auch erst dann. Dann heißt es allerdings: Gas geben, da bis zu den Interviews nur wenige Tage bleiben. Hierbei wäre es auch hilfreich, wenn ihr bereits eine Idee habt, auf welchen Kanälen die Zielgruppe unterwegs ist.

Interesse an Design Sprints?

In einem 45 minütigen kostenlosen Beratungsgespräch erklären wir Dir, wie auch Du
Dein Business oder Projekt mit Design Sprints auf das nächste Level bringst!

WO…. findet man geeignete Personen?

Facebook-Ads
Facebook-Ads sind nicht ohne Grund ein sehr beliebtes Werkzeug zur Akquisition von Probanden: Facebook ist nach wie vor das mit Abstand größte soziale Netzwerk mit Nutzern aus unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten und mit breiten Interessensfeldern. Durch die Targeting-Funktion könnt ihr eure Anzeige nur an die Nutzer richten, die bestimmte Kriterien erfüllen. Somit eignet sich Facebook, um auch bei Nischenthemen die passenden Personen zu finden.

Persona Tepmplate

Facebook Direktnachrichten
Oft ist es besser, nicht zu warten, bis sich geeignete Personen melden, sondern sie lieber selbst zu finden und auch direkt zu kontaktieren. Facebook bietet hierzu mit der Open Graph Search ein sehr mächtiges Tool, um zielgerichtet Personen ausfindig zu machen. Da die Suche in Facebook selbst etwas umständlich ist, empfehlen wir euch das tolle Tool peoplefindThor.

Persona Tepmplate

Im gezeigten Beispiel suchen wir Personen, mit denen wir über ihre Erfahrungen im Bereich Carsharing sprechen wollen. Hier gehen wir davon aus, dass die Nutzer, die “Car2Go” und “DriveNow” bei Facebook geliked haben, auch tatsächlich Carsharing-Nutzer sind. Das muss zwar nicht stimmen, aber trifft doch mit hoher Wahrscheinlichkeit zu. Das schöne an dem Tool ist, dass sich mehrere Kriterien kombinieren lassen. Somit können wir uns etliche Personen anzeigen lassen, die den Kriterien unserer definierten Zielgruppe entsprechen.

Persona Tepmplate

Anschließend werden die angezeigten Personen in Facebook per Direkt-Nachricht kontaktiert. Hier empfehlen wir euch, zahlreiche Nachrichten zu versenden. Bei vielen landen Nachrichten von Nicht-Freunden im “Sonstiges”-Ordner und werden somit übersehen. Trotzdem ist diese Strategie sehr zu empfehlen und hat bisher immer zu sehr guten Ergebnissen geführt.

Meetup Gruppen
Neben der Durchführung von Design Sprints sind wir auch in der Berliner Meetup-Szene unterwegs und veranstalten ab und zu Events. Wir sind Gastgeber zweier Gruppen auf Meetup.com (Alternative Leadership sowie Business Design & Growth Hacking). Beide Gruppen haben mittlerweile eine stattliche Anzahl an Mitgliedern (ca. 2100 und ca. 800).

Über die interne Mailfunktion können wir sehr viele Mitglieder ohne großen Aufwand anschreiben und finden auch bei speziellen Themen immer genug Personen, die unseren Kriterien entsprechen.

Persona Tepmplate

Das Ganze funktioniert auch gut mit Gruppen bei anderen Plattformen, wie z.B. Facebook, Xing oder LinkedIn.

Direkt auf Plattformen der Zielgruppe
Wir sprechen die Nutzer auch gerne direkt auf der Plattform an, die Gegenstand des Research-Aspekts bzw. Design Sprints ist. Diese Art der Akquise funktioniert praktisch auf allen “Marketplace-Plattformen”, wo also Anbieter und Nachfrager direkt zusammen kommen.

Wenn es beispielsweise um das Thema “Privates Carsharing” geht, erstellen wir uns ein Profil bei Plattformen wie Drivy oder Turo und schreiben dort andere User an.

Persona Tepmplate

Bei einem Sprint zum Thema Handwerkerservice haben wir beispielsweise auch Plattformen wie ebay Kleinanzeigen und myHammer genutzt, um gezielt diese Zielgruppe anzusprechen.

Geht es um “Mitfahrgelegenheit”, wäre zum Beispiel BlaBlaCar eine gute Plattform, um die geeigneten Leute zu finden. Sucht man hingegen Besitzer von Wohnungen, sind Portale wie Immoscout24, ImmoNet oder auch Airbnb die richtige Anlaufstelle.

Coworking Spaces
Coworking Spaces gibt es mittlerweile in fast jeder größeren Stadt. Da wir in Berlin wohnen, ist die Auswahl für uns entsprechend groß. Aktuell haben wir eine Mitgliedschaft in der Factory und im MotionLab. Dort nutzen wir das Kommunikationstool Slack, das mittlerweile fast jeder Coworking Space seinen Mitgliedern bereitstellt, und erreichen durch wenig Aufwand eine große Gruppe an potentiellen Testnutzern.

Meist ist Slack so organisiert, dass ihr in verschiedenen Channels zielgerichtet nach einem Thema suchen könnt.

Persona Tepmplate


Intranet oder E-Mail
Gerne unterstützen wir auch Unternehmen bei internen Projekten, wie z.B. dem Re-Design von Prozessen und Organisationsstrukturen oder der Einführung neuer Software. In diesem Fall sind es natürlich nicht die Endkunden, mit denen die Ergebnisse des Sprints validiert werden müssen, sondern die eigenen Mitarbeiter des Unternehmens. Um geeignete Kandidaten zu finden, empfehlen wir E-Mail-Verteiler und das Intranet. Auch ein ausgedruckter Aushang im Büro kann Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

 

LinkedIn
Wir lieben es, Experten-Interviews in unsere Sprints zu integrieren! Speziell am ersten Tag führen wir meistens mehrere Telefoninterviews mit Industrieexperten durch und bilden somit eine Wissensgrundlage, auf die man während des Sprints immer wieder zurückgreifen kann. Experten finden wir meist in unserem Netzwerk oder suchen und kontaktieren diese auf LinkedIn. Dort findet ihr zu jedem Thema die passenden Experten.

 

Agenturen
Ihr habt selbstverständlich auch die Möglichkeit, euch an Agenturen zu wenden, die sich auf die Vermittlung von Probanden spezialisiert haben. Dies ist mit weniger Aufwand, aber dafür auch mit höheren Kosten verbunden.

Unsere Erfahrungen mit Probanden von solchen Agenturen sind allerdings sehr unterschiedlich. Manchmal bekommen wir gute Kandidaten, die interessante Sachen zu den Themen berichten können. Oft wurden uns allerdings auch Personen vermittelt, die nur des Geldes wegen in den Datenbanken solcher Agenturen gelistet sind und monatlich bei zahlreichen Interviews oder Umfragen teilnehmen. Dagegen ist grundsätzlich gar nichts einzuwenden. Häufig entsprach die Qualität der Interviews allerdings nicht unseren Erwartungen.

Aus diesem Grund versuchen wir mittlerweile immer, die Probanden selbst zu rekrutieren und greifen nur im Notfall auf Agenturen zurück oder wenn wir Probanden aus einer sehr speziellen, schwer erreichbaren Zielgruppe suchen.

WIE… erhält man garantiert genügend Zusagen??

Kurzer und knackiger Text
Beim Anschreiben empfehlen wir, euch möglichst kurz zu halten und schnell zum Punkt zu kommen. Am besten gebt ihr auch direkt das Datum und den Ort an, wo die Interviews stattfinden werden.

Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass es die Erfolgschancen auf jeden Fall erhöht, wenn die Aufwandsentschädigung bereits im Betreff einer Nachricht erwähnt wird.

Persona Tepmplate


Aufwandsentschädigung
In der Regel zahlen wir 30 bis 100 Euro für Nutzerinterviews mit einer Dauer von einer Stunde. Es lohnt sich, großzügig zu sein und lieber ein bisschen mehr zu zahlen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Probanden kurzfristig absagen ist aus unserer Erfahrung höher, wenn die Aufwandsentschädigung nur 20 oder 30 Euro beträgt. Nichts ist schlimmer, als am Ende einer Sprint-Woche nur zwei oder drei statt der geplanten sechs Testnutzer zu interviewen.

Deswegen: Lieber etwas mehr bezahlen und sicher sein, dass die Leute auch tatsächlich kommen. Geld für Nutzerinterviews auszugeben, ist das beste Investment, was ihr in der Produktentwicklung machen könnt!

 

Link zu Typeform
Egal über welchen Kanal wir rekrutieren, wir versehen unsere Nachricht immer mit einem Link zu dem Umfrage-Tool Typeform, um die interessierten Probanden einen sogenannten “Screener” ausfüllen zu lassen. Damit erfahren wir mehr über die potentiellen Testnutzer und laden nur diejenigen ein, die uns am passendsten erscheinen. Außerdem erleichtert uns Typeform auch deutlich die Terminplanung und -koordinierung.

 

Kritische Faktoren abfragen
Wir suchen meist sogenannte „Power-User“. Diese können viel besser einschätzen, was bereits gut läuft und wo sie Verbesserungspotential sehen. Personen, die einen Service “nur ab und zu” nutzen, fällt dies oft viel schwerer, da die letzte Nutzung bereits zu lange zurückliegt. Sie können sich einfach nicht mehr an Details und Prozessschritte erinnern. Mit Hilfe des Screeners können wir solche Personen also problemlos “aussortieren” und uns auf diejenigen fokussieren, die ein Produkt häufig nutzen.

Persona Tepmplate

Die Nutzungshäufigkeit des Produkts ist natürlich nur eines von vielen möglichen kritischen Faktoren, die ihr in einem Screener abfragen könnt. Oft geht es auch um quantitative Faktoren, wie z.B. das zur Verfügung stehende Netto-Einkommen oder monatliche Ausgaben für Mobilität.

Ihr solltet an dieser Stelle allerdings nicht zu viele Variablen abfragen. Es soll schließlich keine Online-Studie werden, sondern dient lediglich dem Auffinden der bestgeeigneten Probanden. Alles weitere folgt dann im Interview vor Ort.

 

Persönliche & demografische Daten
Nachdem wir die kritischen Faktoren abgefragt haben, folgen noch einige Fragen zu persönlichen und demografischen Daten. Hier empfehlen wir auch, nur das Nötigste abzufragen. In der Regel laden wir für den letzten Sprint-Tag sechs Interviewteilnehmer ein und versuchen, eine gute Mischung bezüglich Geschlecht und Alter zu erhalten. Dementsprechend fragen wir diese Daten ab.

Persona Tepmplate

Hinzu kommen persönliche Daten wie Name, E-Mail und Telefonnummer, damit wir die Personen anschließend kontaktieren können.

Terminslots wählen lassen
Was wir auf jeden Fall vermeiden wollen, sind ewig lange E-mail-Konversationen mit den Probanden. Vor allem für die Terminfindung ist dies oft sehr nervig und auch zeitaufwendig.
Daher bieten wir im Typeform Screener immer die Möglichkeit, die Terminslots auszuwählen, die den Probanden am besten passen. Mehrfachnennungen sind hier natürlich möglich.

Persona Tepmplate


Export der Daten
Wenn ihr den Screener Link auf mehreren Kanälen geteilt oder verschickt habt, sollten sich nach und nach genügend Personen eintragen, die Interesse an einem Interview haben. Typeform bietet die Möglichkeit, die Einträge als Excel-Datei zu exportieren.

Dadurch bekommt ihr eine gute Übersicht über die Interessenten und könnt die Kandidaten gezielt auswählen.

Persona Tepmplate


Anschreiben der Kandidaten
Sobald ihr geeignete Kandidaten ausgesucht habt, könnt ihr diese nun per E-Mail kontaktieren. Die E-Mail sollte nochmals eine kurze Zusammenfassung erhalten und die wichtigsten organisatorischen Daten enthalten, so wie Adresse und Uhrzeit des Interviews.

Persona Tepmplate


Reminder einen Tag vorher
Erfahrungsgemäß vergessen einige Personen einen Interviewtermin, vor allem wenn dieser einige Tage oder sogar 1-2 Wochen vorher vereinbart wurde. Daher empfehlen wir, einen Tag vor dem eigentlichen Interview nochmals eine Erinnerungs-Mail zu schicken.

Für den Fall, dass einer Person etwas anderes “dazwischen gekommen” ist, habt ihr dann noch die Möglichkeit, eine andere Person aus der Liste zu kontaktieren und somit genügend Tester am Folgetag vor Ort zu empfangen.

That’s it

Das waren unsere besten Tipps und Tricks zur Rekrutierung von Probanden. Wenn ihr diese befolgt, seid ihr für eure nächsten Nutzerinterviews bestens gewappnet und solltet keine Probleme haben, genügend geeignete Testnutzer zu finden.

Doch auch wir lernen gerne dazu! Habt ihr andere Methoden der Rekrutierung, die ihr mit uns teilen wollt? Dann schreibt uns gerne eine Mail oder hinterlasst einen Kommentar bei LinkedIn.

Im nächsten Artikel dieser Serie verraten wir euch, wie man Nutzerinterviews optimal vorbereitet.

Visual Thinking in Design Sprints

Visual Thinking in Design Sprints

Wie wir Visual Thinking in Design Sprints anwenden.

Eine Methode, die uns im Design Sprint dabei hilft, unsere Ideen intern zu kommunizieren, ist Visual Thinking. Darunter versteht man, dass sichtbar machen von komplexen Inhalten & Ideen. Dies hilft dabei diese verständlich darzulegen und schneller sowie sprachunabhängig zu kommunizieren. Das ist ein wichtiger Schritt, um gute, verständliche Ideen zu entwickeln. 

– Ein Artikel von Kai Töpel & Sebastian F. Müller

Herausforderung: Interne Stakeholder begeistern

Die größte Herausforderung von großen Unternehmen, ist es neuentwickelte Services und Produkte in das Unternehmen zu integrieren und weiter voranzutreiben. Dies beobachten wir bei auch immer wieder bei unseren Design Sprint Teilnehmern. Das Problem liegt dabei oft darin, die neu entstandenen Ideen den internen Stakeholdern überzeugend zu kommunizieren und diese dafür zu begeistern. Besonders schwierig gestaltet sich dies bei innovativen Themen, die nicht ins klassische Geschäftsmodell des Unternehmens passen oder vollkommen neue Technologien beinhalten. Deswegen ist für die Kommunikation innerhalb des Produktteams angepasstes Kommunikationsmaterial, wie Pitch Decks und Visualisierungen, wie Story Boards, auch immer ein wichtiges Arbeitsergebnis unserer Sprints.

Komplexe Themen mit Visual Thinking greifbar machen

Besonders bei hochkomplexen Themen bietet es sich an, zu visualisieren. So haben wir die Visual Thinking Methode bei Design Sprints zu ganz unterschiedlichen Themen genutzt:

  • Die Anwendung von Blockchain-Technologie im Alltag
  • Die Integration von künstlicher Intelligenz in bestehende Prozesse
  • Die Nutzung von Antriebstechnologien in einem neuen Kontext.

In all diesen Sprints haben wir durch Visual Thinking die teilweise sehr abstrakten und hochkomplexen Ideen greifbar und dadurch für alle beteiligten Personen verständlich gemacht. Dabei regen wir die Teilnehmer immer wieder an, selbst Dinge zu zeichnen und visuell darzustellen. Die hilft den Teilnehmern, die Thematik besser zu verstehen und tiefer einzutauchen. Natürlich führt diese Situation auch immer wieder zu Angst und Unwohlsein bei den Teilnehmern, da viele der Meinung sind, nicht zeichnen zu können. Deswegen setzen wir oft das Portrait Spiel als Eisbrecher Warm Up ein.

Mithilfe von Storyboards wurden konkrete Use Cases und Szenarien festgehalten, um das Thema "Blockchain im Alltag" besser zu veranschaulichen

Das visuelle Storytelling wird optimalerweise am dritten und vierten Tag eines Sprint-Prozesses eingesetzt. Am dritten Tag wird das Konzept erfasst und detailliert. Der vierte Tag kann als Prototyping-Tag für die Digitalisierung der Konzepte genutzt werden.

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Das richtige Format fürs Visual Thinking

Visual Thinking kann in verschiedensten Formaten eingesetzt werden:

  • Als Keyvisual oder Moodbild, welches einen wichtigen Aspekt oder das Alleinstellungsmerkmal des Konzeptes in einem einzigen Bild beschreibt
  • In Form einer 3- oder 6-Bilder Story, welche den Ablauf eines innovativen Services beschreibt
  • In Form einer Customer Journey oder eines Service Blueprints

Moodbilder eignen sich gut für Kundentests. Eine 6-Bilder Story hilft dem Produktteam, das grundlegende Konzept zu erfassen und Entscheidungen zu treffen. Um zu einem späteren Zeitpunkt ein Dienstleistungskonzept in voller Komplexität zu erfassen, können mit Customer Journeys oder Service Blueprints gearbeitet werden. Für eine weitere interne Kommunikation und Abstimmungen mit Experten eignet sich optimalerweise eine 3-Bilder Story, die das Konzept schneller auf den Punkt bringt.

Technische Umsetzung von Visual Thinking

Ein Beispiel für Design Sprint Methoden - Design Review

In einem ersten Schritt entwickelt das Produktteam mithilfe von Post-Its und/oder einer vorbereiteten Vorlage Anwendungsszenarieren, sogenannte Usecases, in Form von Storyboards (Eine Konzeptionsmethode die ursprünglich aus der Filmindustrie kommt). Sobald die Konzepte eingegrenzt worden sind, werden die Storyboards digital in skalierbare, vektorbasierte Zeichnungen umgesetzt, sodass sie später einfach in Präsentationssoftware—z.B. Powerpoint—integriert werden können.

Wichtig ist, dass die Visualisierungen nicht im Nachhinein, sondern direkt vor Ort im Rahmen des Sprints digitalisiert werden. Dafür holen wir uns Unterstützung von Visualisierungsexperten wie Sebastian F. Müller.

Pitch Decks zur internen Kommunikation von neuen Ideen

Um die Teams für die Integration der aus den Design Sprints entstandenen Ideen besser vorzubereiten und die internen Stakeholder zu überzeugen, bauen wir gemeinsam Pitch Decks. Dabei brechen wir die neuen Ideen auf das Wichtigste herunter. Das Visual Thinking konkretisiert die komplexen Herausforderungen und unterstützt so die Teams, ihre Ideen klarer zu sehen und zu kommunizieren. Die Zeichnungen und das Denken in Storys entsprechen dabei bewusst nicht dem typischen Powerpointstil, den man in Unternehmen gewohnt ist. Außerdem folgen wir einem Startup Pitch Ablauf, der den Teilnehmern dabei hilft, schneller auf den Punkt zu kommen und ihre Entscheider für ihre Ideen zu begeistern.

Über die Autoren

Kai Töpel unterstützt Produktteams im Design Sprint-Prozess als Mitgründer von Sprintbetter.

Sebastian F. Müller arbeitet als Service Designer und Innovation Coach für Produktteams, sammelt seine Lieblingsmethoden unter Innovation Cat und vereinfacht außerdem komplexe Sachverhalte durch Zeichnungen mittels Visual Thinking—besonders gerne zusammen mit dem Team von Sprintbetter.

Falls du noch mehr Fragen zu Design Sprints hast, schau dir einfach mal unsere Design Sprint FAQs an oder melde dich einfach bei uns!

Unsere Top 5 Warm-Up Spiele für Design Sprints

Unsere Top 5 Warm-Up Spiele für Design Sprints

Unsere Top 5 Warm-Up Spiele für Design Sprints

 

Warm-Up Spiele gehören zu einem wichtigen Werkzeug, um in unseren Design Sprints eine offene und lockere Atmosphäre zu schaffen. Design Sprints beanspruchen eine ganz neue Form des Zusammenarbeitens: In sehr kurzen Zeitabständen werden neue Ideen entwickelt, umgesetzt und kritisch geprüft. Warm-Up Spiele helfen den Teilnehmern dabei, in einem für sie meist noch sehr ungewohnten Rahmen kreativ zu denken und alte Arbeitsgewohnheiten hinter sich zu lassen.

Wir konnten im Laufe der Zeit eine Menge Warm-Up Spiele sammeln, die sich ganz besonders für unsere Sprints eignen. Manche wecken bei den Teilnehmern eine große Lust, kreativ zu werden; andere bauen Vorbehalte gegenüber der Arbeit mit neuen Medien ab.

Unser Moderator Caspar veröffentlicht regelmäßig neue Warm-Up Spiele auf seiner Website workshop-spiele.de. Speziell für Design Sprints hat er eine Sammlung unserer Top 5 Warm-Up Spiele zusammengestellt:

Ein Beispiel für Design Sprint Methoden Wochenziel auf Tagesziele runtergebrochen

Warm-Up Spiel Nr. 1: Das Portrait-Spiel

Während eines Sprints ermutigen wir grundsätzlich die Teilnehmer, Ideen oder Konzepte zu visualisieren, um sie dadurch besser zu verstehen. Viele fühlen sich damit anfangs unwohl, da „Zeichnen“ nicht zu ihrem gewohnten Arbeitsalltag gehört – und vielleicht auch nicht jedermanns Stärke ist. Das letzte Skizzieren liegt meist schon Jahre zurück.

Daher nutzen wir am zweiten Sprinttag gerne das Portrait-Spiel als Eisbrecher. Jeder Teilnehmer bekommt eine anspruchsvolle Aufgabe: ein Portrait von anderen Teilnehmern anfertigen, ohne auf das Blatt zu schauen und den Stift abzusetzen. Dies nimmt den Teilnehmern auf lustige Art und Weise die Angst, etwas „schlechtes“ zu zeichnen. Und oft sind sie danach überrascht, wie spannend und abwechslungsreich die Portraits geworden sind.

Die besten Zeichnungen lassen wir gerne als „Team-Portrait“ während der Sprint-Woche im Raum hängen, was immer zu heiterem Gelächter führt, sobald Nicht-Teilnehmer den Sprintraum betreten.

Ein Beispiel für Design Sprint Methoden Wochenziel auf Tagesziele runtergebrochen
Ein Beispiel für Design Sprint Methoden Wochenziel auf Tagesziele runtergebrochen

Warm-Up Spiel Nr. 2: Jeder fängt jeden

„Jeder fängt jeden“ holt eine müde Workshop-Gruppe schnell aus dem Mittagstief. Das Spiel, bei dem ganz einfach jeder jeden fangen und abklatschen muss, bringt den Kreislauf auf Trab und sorgt binnen Minuten für allgemeine Heiterkeit. Selbst den reserviertesten Teilnehmern kann man damit ein Lachen entlocken – eine gute Grundlage für jeden Workshop! Und es dauert selten länger als 5 Minuten, inklusive Spielerklärung.

Wie das Spiel für kleine und große Gruppen funktionert findest Du auf der Workshop-Spiele Webseite.

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Warm-Up Spiel Nr. 3: Overload

Viele Sprint-Teilnehmer sind das volle Programm eines Design Sprints nicht gewohnt. Manchmal kommt es vor, dass genau dann die Gruppe müde ist, wenn man an einer wichtigen Stelle angelangt ist, bei der eigentlich alle mit voller Konzentration mitdenken müssten. Um den Teilnehmern dann einen guten Auftrieb zu verschaffen, spielen wir „Overload“.

Die Teilnehmer stellen sich in 4er-Gruppen zusammen und “grillen” jede und jeden für einige Minuten mit einer intensiven Fragetechnik. Das Spiel ist sehr anregend, kommt dabei aber ohne Körperkontakt oder hektische Bewegungen aus. Es hat sich auch für schüchterne oder seniorige Sprint-Teilnehmer, die Spielen eher skeptisch gegenübertreten, als zugänglich und lustig erwiesen. Man braucht dafür etwa 15-20 Minuten.

Das Spiel eignet sich auch direkt nach dem (schweren) Mittagessen als wirkungsvoller Mittagstief-Bekämpfer!

Eine genaue Anleitung wie man mit dem Spiel Teilnehmer wach macht  ist auf der Workshop-Spiele Webseite.

 

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Warm-Up Spiel Nr. 4: Die Marshmallow Challenge

Dieses Gruppenspiel ist eine gute Vorbereitung für jede Prototyping-Session. Aus Spaghettis und Marshmallows soll ein möglichst hoher Turm gebaut werden—das ist schwieriger, als es erstmal klingt.
Außerdem kommt es in dem Spiel oft zu einem Aha-Effekt, den man als Sprint-Moderator sehr gut nutzen kann: Die Gruppen, die zu viel planen, aber zwischendurch nicht ausprobieren, ob der Turm den Marshmallow tragen kann, werden am Ende enttäuscht – sie setzen den Marshmallow meist zuletzt auf und der Turm bricht zusammen.

Als Moderator kann man anschließend wunderbar mit der Gruppe reflektieren, warum sich Experimentieren lohnt und wie man solche Fehler beim Prototyping im Design Sprint vermeiden kann: man testet einfach zwischendurch, ob das Gebaute wirklich Sinn macht. So kann agile Projektarbeit für alle Teilnehmer greifbar gemacht werden.

Eine genaue Anleitung wie das Spiel funktionert findest Du auf der Workshop-Spiele Webseite.

 

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Warm-Up Spiel Nr. 5: Applaus für alle

„Applaus für alle“ ist das kürzeste Warm-Up-Spiel der Welt! Die meisten Sprint-Teilnehmer werden nicht einmal mitbekommen, dass sie ein Spiel spielen. Alle stehen im Kreis und jeder klatscht kurz, aber gezielt jedem anderen Teilnehmer zu. Das Spiel eignet sich besonders am Ende eines Sprints, um einander für getane Arbeit zu gratulieren und den gemeinsamen Schluss-Moment zu zelebrieren.

Das Spiel kann aber auch sehr gut vor Präsentationen eingesetzt werden, um den Teilnehmern einen „Vertrauensvorschuss-Applaus“ zu geben. So können wir als Moderatoren klarmachen, dass es nicht darum geht, persönliche Leistungen zu bewerten, sondern darum, gemeinsam die guten Ideen zu erkennen. Und diese dann so zu kombinieren, bis ein richtig gutes Produkt entsteht.

Eine genaue Anleitung wie man den kürzesten Ice-Breaker der Welt moderiert findest Du auf der Workshop-Spiele Webseite.

 

Fehlt auf dieser Liste Dein Warm-Up-Spiel Favorit für Design Sprints? Dann schreib uns!